Trauma

Der Ausdruck Trauma (v. griech.τράυμα „Wunde“) bezeichnet in der Medizin eine Wunde, Verletzung oder Schädigung des Körpers. Ins Psychologische übertragen bedeutet Trauma die Konfrontation mit einem Ereignis, dem sich ein Mensch schutz- und hilflos ausgeliefert fühlt und bei dem die gewohnten Abwehrmechanismen und Verarbeitungsstrategien nicht ausreichen. Flucht oder Verteidigung sind in der traumatisierenden Situation nicht möglich oder führen nicht zu einem Nachlassen der Bedrohung.

Die traumatische Situation geht mit intensiver Angst, Hilflosigkeit oder Entsetzen einher. Die Reizüberflutung und Reizüberwältigung ist so machtvoll, dass daraus nicht mehr kontrollierbare Angst entsteht. Sie bewirkt eine dauerhafte Erschütterung des Selbst- und Weltverständnisses und kann zu psychischen Erkrankungen führen.

Im ICD 10 (Internationales Diagnose Klassifizierungssystem, herausgegeben von der Weltgesundheitsorganisation) gehört das Trauma in die Kategorie F43 Reaktionen auf schwere Belastungen.