Depressive Verstimmung

Die depressive Verstimmung als wichtigstes Symptom drückt sich aus in Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, oft auch Ängsten, teilweiser Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung sowie als ein Verlust von Interesse und Freude an Dingen oder Personen, die normalerweise Freude auslösen. Manche Patienten leiden sehr an einem „Gefühl der Gefühllosigkeit“, z.B. an fehlender Sympathie für normalerweise sehr geliebte Menschen. In dieser Stimmungslage sind die Betroffenen zudem sehr schnell erschöpft.

Depressionen äußern sich durch eine Reihe verschiedener Symptome, die nicht zwangsläufig bei allen Betroffenen gleichermaßen ausgeprägt sind.

Die wichtigsten Kriterien für die Diagnosestellung sind:

  • depressive Stimmungslage: gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit, Leere, Verzweiflung
  • Verlust von Freude und Interesse an normalerweise angenehmen Aktivitäten
  • Entschlusslosigkeit
  • Libidoverlust
  • verminderter Antrieb oder gesteigerte Ermüdbarkeit
  • Minderwertigkeitsgefühle: Verlust von Selbstwertgefühl oder Selbstvertrauen
  • Selbstvorwürfe, Schuldgefühle und Schamgefühle
  • Selbstmordgedanken: Gedanken an den Tod oder Suizid
  • Konzentrations- und Denkstörungen, Störungen der Aufmerksamkeit
  • körperliche Unruhe oder Hemmung
  • Schlafstörungen
  • Appetitverlust mit Gewichtsabnahme oder gesteigerter Appetit
  • körperliche Beschwerden und Funktionsstörungen, z.B. Schmerzsymptome, Kopfschmerzen, Gesichtsschmerzen

Diese Symptome müssen über mindestens zwei Wochen fast ständig vorliegen, um die Diagnose einer depressiven Episode zu rechtfertigen.

(Quelle: mental-health-guide)